Coaching

Coaching Bamberg - Praxis Feinsinn

Was ist Coaching? 

Im Vergleich zu Therapie ist Coaching ein viel umfassender Begriff und bezieht sich ganz Allgemein auf das Konglomerat verschiedenster Beratungsmethoden. Untergliedert wird lediglich in die drei Richtungen Einzelcoaching, Teamcoaching und Projektcoaching. Wie auch in der Therapie lassen sich zusätzlich die zwei Schwerpunkte des körperorientierten Coaching und des psychologischen Coaching unterscheiden. Während sich das körperorientierte Coaching im Schwerpunkt mit der Heilung des "Außens" (das Sichtbare, der Körper) beschäftigt (bspw. Ernährungscoaching, Fitnesscoaching, etc.), wird im psychologischen Coaching das "Innen" (das Unsichtbare, die Seele) behandelt (Transformationscoaching, Persönlichkeitsentwicklung, etc.). 

Wieso ist eine Spezialisierung auf (Hoch)Sensible im Coaching sinnvoll?

(Hoch)Sensible Kinder, Jugendliche und Erwachsene benötigen aufgrund ihrer hohen Wahrnehmungsfähigkeit einen angepassten Ansatz im Coaching. (Hoch)sensible Coachees nehmen nicht nur Blockaden intensiver wahr, sondern auch das Innenleben ihrer Psyche. Für (Hoch)sensible ist es deswegen von Bedeutung, mit einem Coach zusammen zu arbeiten, der diese Eigenschaft in das Coaching mit einbezieht. Nur so kann für den Coachee eine nachhaltige Lösung gefunden werden. Auch bezüglich des Prinzips "Hilfe zur Selbsthilfe" ist es von Bedeutung, dass im Coaching Methoden an die Hand gegeben werden, die auch - beziehungsweise gerade - für (Hoch)Sensible Coachees nützlich sind. 

Welche Formen von Coaching gibt es?

Coaching ist - wie bereits beschrieben - eine Zusammenkunft vieler verschiedener Methoden. So erstreckt sich Coaching von Mentaltraining, Transaktionsanalyse, Aufstellungsarbeit über Mediation, NLP oder systemisches Coaching.  

Was ist systemisches Coaching?

Systemisches Coaching ist ein ressourcen- und lösungsorientiertes Beratungsformat, welches den Coachee darin unterstützt, mit privaten, beruflichen, spirituellen, etc. Herausforderungen umzugehen. Wie auch in der systemischen Therapie wird im systemischen Coaching nach folgenden Grundprinzipien gearbeitet: 

  1. Das soziale Umfeld wird mit einbezogen

    • ​Im systemischen Coaching wird zur Lösung des Problems nicht nur der Coachee selbst betrachtet, sondern auch das Umfeld des Coachees (Familie, PartnerIn, Arbeit, Schule, Freunde, Gesellschaft etc.). Das bedeutet nicht, dass die beteiligten Personen bei jedem Coaching anwesend sind, sondern dass je nach Bedarf wichtige Beteiligte eingeladen werden. Viel wichtiger als die Anwesenheit des Umfeldes ist, dass im systemischen Coaching berücksichtigt wird, dass die Beziehungen der/des Coachees Teil des Problems und somit auch der Lösung sein können. Systemisches Coaching verfolgt damit einen umfassenderen Ansatz.​

  2. Jede Blockade hat einen Sinn​

    • Im systemischen Coaching werden Blockaden nicht als Fehlverhalten, Schwächen oder Defizite interpretiert; vielmehr sind diese Lösungsversuche – "leider" jedoch keine hilfreichen Lösungsversuche für die aktuelle Situation. Im systemischen Coaching fragt der Coach nach dem Sinn und dem guten Zweck der Blockade und findet gemeinsam mit der/dem Coachee heraus, wie das aktuelle Lösungsverhalten verändert werden muss, um auch für das heutige Leben wirkungsvoll zu sein.​

  3. Ressourcen und Stärken stehen im Mittelpunkt

    • Systemisches Coaching arbeitet nach dem Prinzip der positiven Psychologie und konzentriert sich auf die Stärken und Ressourcen der/des Coachees. Systemische Coaches sind auf der ständigen Suche nach: Was trägt zur Lösung bei? Was hilft? Und es hat sich in der Coaching bewährt, den Fokus auf die Stärken der/des Klienten zu legen; und nicht auf schwächende Defizite.​

  4. Lösungen (er-)finden, statt Probleme lange und tief durchwühlen

    • Wenn einem alles über den Kopf steigt, nutzt der Mensch in der Regel eine der drei Strategien: fight, flight, freeze (Kampf/Angriff, Flucht, Totstellen). Wenn Menschen einen Coach aufsuchen, haben sie sich bereits dazu entschieden, sich dem Problem zu stellen – also anzugreifen. Endlos über Probleme reden kostet nicht nur Zeit, sondern führt auch dazu, dass die/der Coachee zunehmend das Gefühl für die eigenen Stärken, Ressourcen und die eigene Kreativität verliert. Deswegen wird im systemischen Coaching zügig damit begonnen, nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen.​

  5. Die Kraft der/des Coachees zur Lösung nutzen

    • Systemische Coaches achten genau auf die Fähigkeiten der/des Coachees und versuchen, diese für die Lösung der Blockade zu mobilisieren. Die Grundhaltung des systemischen Coachings basiert ganz auf dem Prinzip der "Hilfe zur Selbsthilfe". Das Ziel eines jeden Coachings ist es, die/den Coachee so schnell wie möglich in die eigene Kraft zu bringen, so dass dieser wieder in Verbundenheit mit sich selbst seinen Weg gehen kann.

Durch diesen ressourcenorientierten Ansatz des systemischen Coachings reichen oftmals (je nach Verfassung der/des Coachees) wenige Sitzungen aus, um nachhaltige Erfolge zu erzielen.

Wann ist ein Coaching sinnvoll?

Ein Coaching ist vor allem dann sinnvoll, wenn sich Menschen psychisch unbelastet sind. Das Ziel eines Coachings dreht sich darum, sich persönlich weiterzuentwickeln (Persönlichkeitsentwicklung im privaten, beruflichen, spirituellen Kontext, etc.); während das Ziel einer Therapie darauf abzielt, persönliche Krisen (Ängste, Depressionen, traumabezogene Belastungen etc.) zu überwinden.